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Ausbauoptionen als Spiel der Varianten

Um neben den existierenden A- B- und C-Linien eine leistungsfähige vierte Stammstrecke mit gleichem Ausbaustandard aufzubauen, ist die Verlegung der Linien 10 und 17 in einen Kurztunnel D-West vom Goetheplatz bis zum Raschplatz als erste Stufe notwendig. Der weitere Streckenausbau in östlicher Richtung wäre ein Spiel der Varianten.



Ausbau nach den Plänen der Region Hannover lt. Nahverkehrsplan 2008

Die erste Ausbaustufe westlich der Innenstadt ist mittlerweile unstrittig: Unmittelbar östlich des Goetheplatzes soll die Bahn in den Untergrund abtauchen, dabei die Leine unterqueren und in -3 Lage die im Rohbau angelegte unterste Ebene der Station Steintor erreichen. In bergmännischer Bauweise soll es wie mit dem Lineal gezogen anschließend bis zum Raschplatz weitergehen. Auch dort wartet ein Stationsrohbau, die berühmte "Geisterstation", schon lange auf Nutzung.

Nach den Vorstellungen der Regionsplaner sollte die Stadtbahn hinter dem Raschplatz in östlicher Richtung unmittelbar vor der Königstraße wieder ans Tageslicht kommen. Ein Abzweig sollte in Richtung Zoo, ein anderer in Richtung Südstadt auf den Mittelstreifen der Berliner Allee führen. Vorläufiger Endpunkt für den Südast sollte ein provisorischer Mittelhochbahnsteig vor der Marienstraße sein. Für diese Endhaltestelle sollten Komponenten des bisherigen als Provisorium gebauten Hochbahnsteiges für die Linien 10 und 17 am Aegidientorplatz verwendet werden.


Mögliche Anschlußstrecken für den Südosten.

Ein als Planungsvariante eingezeichneter Langtunnel würde unter der Marienstrasse bis zum Bismarckbahnhof verlaufen und am Bischofsholer Damm oberirdisch wieder an die Linie 6 anschliessen. Eine verkürzte Variante über das Zooviertel unter der Plathnerstraße wäre ebenfalls denkbar. Die brückenartige Konstruktion der Station Marienstraße ist dabei bereits eine Bauvorleistung für einen Tunnel D-Ost. Sie ermöglicht den Bau einer Unterfahrung der darüber liegenden C-Strecke, ohne daß es dort zu Unterbrechungen kommen muß.

Leider existiert unter der Station am Braunschweiger Platz keinerlei Bauvorleistung für einen Kreuzungspunkt.


Die städtebaulich vielleicht interessanteste Variante: Kreuzungsfrei nach Süden und in Richtung Zoo

Eine Option, die sowohl das Hindenburviertel erschließt und gleichzeitig ohne Beeinträchtigung durch den individualverkehr in Richtung Südstadt vorstößt, zeigt der folgende Übersichtsplan:



Eine Verstärker- und Veranstaltungslinie könnte über Zoo -> Bult -> Bemerode zum Kronsberg führen und somit eine umsteigefreie Verbindung zum Hauptbahnhof für diese Stadtteile bieten. Gleichzeitig könnte die Zoo-Anbindung die bisherigen kurzen Linien 11 (Zoo-Haltenhoffstraße) und 17 (bisher Wallensteinstraße-Aegigientorplatz) zur Trick-17 Ringlinie zusammenführen, womit sogar ein 10-Minutentakt mit 2-Wagenzügen denkbar wäre. Diese Kombination hatte der Fahrgastverband
Pro Bahn jahrelang gefordert. Die Anbindung des Zoos würde sich hierdurch erheblich verbessern, da sowohl der zentrale Knotenpunkt Kröpcke als auch der Hauptbahnhof umsteigefrei zu erreichen wären.

Die U-Station Königstraße könnte dabei kostengünstig inmitten der Berliner Allee in einfacher Tiefenlage angelegt werden. Der Tunnelabzweig in Richtung Zoo würde dabei das Zufahrtsgleis unterfahren und bis zu einer Rampe direkt hinter dem Emmichplatz zwischen Hindenburgstraße und Fritz-Behrens-Allee führen, wobei die Haltestelle wiederum mit wenig Aufwand in die Rampe in Höhe der Musikhochschule hineingelegt werden könnte. Für eine Station Königstraße/Platz der Kaufleute gibt es bereits einen Entwurf. Er lehnt sich stark an die Station Nordpark in Bielefeld an.



Für eine lichtdurchlässig und mit optisch ansprechender Glaskuppel in Zylinderform ausgestaltete Station zwischen Königstraße und Schiffgraben müssten keine aufwändigen Verteilerebenen gebaut werden.
(Quelle: Die D-Line, F. Stiefenhofer, Diplomica Verlag Hamburg, 2004)



So könnte der vielbefahrene Verkehrsknoten Königstraße/Schiffgraben/Berliner-Allee einmal in der -1 Ebene aussehen: Anstatt vom Individualverkehr ausgebremst zu werden, könnte die Stadtbahn ungehindert weiter Richtung Süden geführt werden.