Ein zusätzliches Straßenbahn-Ergänzungsnetz für Hannover?

Eine wichtige Diskussion, die unbedingt geführt werden muß. Hierzu gibt es eine abschließende Diskussionsveranstaltung. Wir bitten um rege Teilnahme!

Ein weiterer wichtiger Termin: Besichtigung der Geisterstation unter dem Hauptbahnhof am Sonntag, den 13.11.
Treffpunkt: Unter dem Ernst-August-Denkmal um 11.00 Uhr

Näheres hierzu sobald ein Pressebericht vorliegt


Weichenstellung – die moderne Tram als Teil integrierter Verkehrskonzepte
Die moderne Tram – eine Chance für Hannover
Podiumsdiskussion zur hannoverschen Mobilität von morgen

Veranstaltung:
Mittwoch, 2. November 2011 - 19.30 Uhr
ÜSTRA-Remise
Goethestr. 19
Hannover, 30159
Germany

Uwe Bodemann (Stadtbaurat der Landeshauptstadt Hannover)
Michael Braum (Bundesstiftung Baukultur, Potsdam
Ulf-Birger Franz (Dezernent der Region Hannover für Wirtschaft, Verkehr und Bildung)
Heiner Monheim (Geograf und Verkehrswissenschaftler, Trier)
André Neiß (Vorstandsvorsitzender der Hannoverschen Verkehrsbetriebe ÜSTRA)
Conrad von Meding (HAZ, Moderation)

Der Verkehrsclub-Deutschland (VCD) und die Bürgerinitiative Umweltschutz (BIU) haben gemeinsam ein Konzept zur oberirdischen Führung der Linie 10 von Ahlem durch die Innenstadt in die Südstadt erarbeitet und unter dem Titel „Mittendrin statt drunterdurch“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Konzept wurde intensiv diskutiert und weitergedacht – auch in Zusammenhang mit den Planungen für Hochbahnsteige in der Limmerstraße. Die zentrale Frage weist aber über die Diskussion um die Linie 10 hinaus: ist für den öffentlichen Verkehr in Hannover eine durchgängig oberirdisch geführte Niederflurbahn als Ergänzung zum vorhandenen Stadtbahnsystem und zum Bus sinnvoll? Welche Chancen bieten sich zur Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs und zur Aufwertung des öffentlichen Raumes? Bei einer Podiumsdiskussion, zu der die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. (SRL) einlädt, soll diesen Fragen nachgegangen werden.

Die Haltung unseres Vereins ist allerdings klar: das hannoversche Netz mit seinen Stadtbahnen ist ein Erfolgsmodell
und befördert mehr Fahrgäste als die Bremer oder Leipziger Straßenbahn.

Die Vorteile unseres Systems:
=> Höhere Fahrgeschwindigkeit durch Tunnel und weitgehend eigene Gleiskörper mit Vorangschaltung (Ausnahme Linie 9 und 10)
=> Barrierefreies Ein- und Aussteigen durch Hochbahnsteige
=> Bequemes Umsteigen durch Turm- und ineinander verschachtelte U-Stationen ohne lange Zwischengänge
=> Keine Behinderung von Fußgängern und Radfahrern in dichtbebauten Innenstadtbereichen, wie z.B. in der Bremer Obernstraße
=> Höhere Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit durch weitgehende Entflechtung vom Individualverkehr
=> Keine Verschandelung von Plätzen durch große Umsteigeanlagen und Oberleitungsgeflechte, wie am Bremer Hauptbahnhof.
=> Erhebliche Kapazitätssteigerung durch 75m und 100m-Langzüge, die an der Oberfläche nicht mehr städtebaulich verträglich wären.
 
Eine ergänzende inkompatible Straßenbahn würde das Bestandsnetz
auf ewig zersplittern und wichtige Synergieeffekte, die durch die Nutzung
gemeinsamer Resourcen (Fahrzeuge, Werkstätten, Personal)
möglich sind, verhindern. Die Umsteigewege zwischen beiden
Systemen wären wegen der lange schon bestehenden Tunnelanlagen deutlich schlechter.
Wir sind daher für einen konsequenten Weiterbau des Bestandsnetzes,
hierfür brauchen wir den 4en Innenstadttunnel als Lückenschluss!